Bakong ein fast unbekannter Tempel

Bakong ist eine fast unbekannte Tempel-Anlage, die der Roluos-Gruppe zugeordnet wird. Zu dieser Gruppe gehören ebenfalls die wenig bekannten Tempel Lolei und Preah Ko. Das Dorf Roluos, circa 10 Kilometer von Siem Reap entfernt, stand Pate für den Namen der Gruppe. Der Tempel Bakong entstand Ende des 9. Jahrhunderts. Die Tempel Trapeang Phong und Prei Monti sind noch älteren Datums. Etwa 20 Kilometer von Siem Reap entfernt, liegt der Tempelberg Bakong.

In dem Neubau leben wieder Mönche

Praktisch jeder amtierende König in Kambodscha gab den Bau einer Tempelanlage in Auftrag, so auch Indravarman I. Die Baumaßnahmen wurden um 881 abgeschlossen und das eindrucksvolle Gebäude zum Schluss mit einem Wassergraben umgeben. So war eine Verteidigung gegen potenzielle Feinde besser möglich. In einigen Gräben sollen die Khmer Krokodile gehalten haben. Bakong wurde zum Tempel der Stadt Hariharalaya. Die Anlage ist mit zahlreichen, stilvollen Reliefs verziert, die symbolisch die Anlage schützen sollen. Unbekannt ist auch vielen, dass in einem auf dem Gelände neu errichteten Tempel Mönche leben. Bakong kann in aller Ruhe besichtigt werden, da es noch keinen Massentourismus wie im bekannteren Angkor gibt.

Die Khmer liebten Symbolik

Zentrum der Anlage in Bakong ist der Pyramiden-Tempel. Dieser symbolisiert den Berg Meru. Acht Schreine wurden rund um den Tempel platziert, diese wiederum symbolisieren die acht göttlichen Punkte: Mond, Sonne, Seele, Wasser, Feuer, Wind, Erde und Äther. Im Hinduismus wurde auf diese Art (Murti) Kontakt mit einer Gottheit oder Brahman aufgenommen. Bemerkenswert sind die im Außenbereich aufgestellten Elefanten-Statuen. Immer wieder ließen die Khmer Symbolik in ihre Bauten einfließen. Die Tiere stehen für Kraft, Stabilität und Beständigkeit. In ganz Asien war der Elefant das Tier der Könige. Einige hielten sich weiße Elefanten an ihrem Hof.

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