Bevölkerung in Kambodscha

In Kambodscha gibt es kein soziales Netz, keine Sozialversicherung, der Staat lässt die Menschen sozusagen im “Regen” stehen. Die Bevölkerung muss  für sich selber sorgen. Der grösste Teil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft oder im Fischfang tätig, was nicht für den eigenen Bedarf gebraucht wird, verkaufen sie auf dem nahe gelegenen Markt. Ein kärgliches Dasein, das sie fristen. Die Ärmsten sehen oft nur einen Ausweg, verkaufen die eigenen Kinder, um selber ein wenig besser leben zu können. Ihre Kinder werden zu schwerer körperlicher Arbeit herangezogen, versäumen dadurch eine ordentliche Schulausbildung, verbauen sich alle Chancen auf eine bessere Zukunft. Für die arme Bevölkerung auf dem Land wird sich in absehbarer Zeit nichts an dieser Situation ändern.

 

Qualifizierte Fachkräfte gibt es wenige, dies verdankt das Land Pol-Pot und den Roten-Khmer, die dafür sorgten, dass die Intelligenz des Landes systematisch vernichtet wurde. Obwohl Kambodscha über ein wesentlich besseres Schulsystem verfügt als die meisten Nachbarländer, wird es noch Jahre dauern, ehe der einst sehr hohe Bildungsstandard wieder erreicht ist. Leidtragende sind wie immer und überall die unteren sozialen Schichten der Bevölkerung.

 

Die Hoffnung auf ein besseres Leben und einen guten Verdienst, lockt viele Menschen aus den ländlichen Regionen in die Hauptstadt Phnom Penh. Der Arbeitsmarkt ist dort auch nicht besser als anderswo, im Gegenteil das Leben schwerer und teurer. Sie wohnen unter den schlimmsten hygienischen Verhältnissen, müssen sich den begrenzten Wohnraum mit Leuten teilen, die in der gleichen Situation sind. Durch diese Zustände, erkrankt ein Großteil von ihnen, Geld für einen Arztbesuch ist nicht vorhanden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 56 Jahren. Nach wie vor zählt Kambodscha zu den ärmsten Ländern der Welt.

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