Bon Om Tuk – Das Wasserfest

Jedes Jahr im November findet in Kambodscha das Wasserfest Bon Om Tuk statt. Ähnlich wie im benachbarten Thailand, feiern die Menschen das Ende der langen Regenzeit. Das Wasserfest dauert drei Tage, es soll seinen Ursprung aus einem Kampf der Cham gegen die Khmer im Jahr 1177 haben. Der Kampf fand auf dem Tonle Sap statt und ging in die Geschichte ein. Es wird auch behauptet, dass der damalige König das Wasserfest nutzte um seine Truppen für neue Kämpfe zu motivieren.

 

Wie schon auf dieser Seite erwähnt, ist der Tonle Sap der einzige Fluss der Welt, der seine Fließrichtung ändert. Im November ist auch die Beste Zeit für die Fischer auf dem Tonle Sap. Da das Wasser abfließt, sind die begehrten Fische eine leichte Beute für sie. Die Kambodschaner glauben auch daran, indem sie das Fest Bon Om Tuk feiern, geben sie dem Fluss etwas von dem zurück, was er ihnen gab. Das gleiche gilt für die Landwirtschaft. Auch diesen Glauben haben sie mit der Bevölkerung in Thailand gemeinsam.

 

Die Menschen kommen von weit her zum Tonle Sap, die Schulen sind geschlossen und die Arbeiter nehmen sich Urlaub. Die Strassen entlang des Flusses sind gesperrt, es werden Garküchen und Unterhaltungsgeschäfte wie Schießbuden und Riesenräder aufgebaut. Es herrscht eine Stimmung wie bei uns im Fasching. Der absolute Höhepunkt des Bon Om Tuk Festes sind die Bootsrennen auf dem Tonle Sap. Die Strecke ist etwa 1700 Meter lang und es nehmen zwischen 300 und 400 Boote teil. Monate vorher trainieren die Ruderer für dieses Spektakel. Die Boote sind geschmückt und die Mannschaft trägt bunte Shirts mit dem Logo des Sponsors. Am Abend wird traditionelle kambodschanische Musik gespielt und ausgelassen getanzt. Die Strassen sind überfüllt und dem Alkohol wird reichlich zugesprochen.

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