Dient Kambodscha als Unterschlupf?

Nachdem der Russe Sergei Polonsky in Kambodscha festgenommen wurde, fragen sich immer mehr Menschen: Dient Kambodscha Kriminellen und Steuerflüchtlingen als Unterschlupf? Mit dem gleichen Problem, kämpfte vor einiger Zeit Thailand. Dort wurde rigoros gegen ungebetene Gäste des Landes vorgegangen. Wir gewähren zwielichtigen Elementen keinen Unterschlupf, hieß es von offizieller Stelle. Kambodscha zeigt sich bisher kooperativ, liefert gesuchte Übeltäter aus.

 

Der Fall Sergei Polonsky zeigt deutlich, dass Kambodscha gesuchten Personen keinen Unterschlupf gewähren wird. Da nützt auch viel Geld wenig. Sicherlich herrscht in Kambodscha unbestritten die Korruption, aber alles hat seine Grenzen. Gerade wenn es Ausländer betrifft, zeigen sich die Kambodschaner unnachgiebig.

 

Sergei Polonsky wurde mit zwei seiner Leibwächter, ebenfalls Russen, auf einem Boot festgenommen. Die Männer bedrohten die Besatzung mit einem Messer, sollen sie in einer Kabine eingesperrt haben. In Sihanoukville wurden sie wegen Freiheitsberaubung angeklagt.  Sergei Polonsky betrieb in Russland eine dubiose Immobilienfirma, die in finanzielle Schwierigkeiten geriet.

 

Polonsky wurde schon seit längerem verdächtigt, Beziehungen zur russischen Mafia zu unterhalten. Warum er Unterschlupf in Kambodscha suchte, ist noch nicht geklärt. Für Aufsehen sorgte der lebenslustige Sergei bei seinen Zahlreichen Auftritten im russischen Fernsehen. Einmal verschlang er genüsslich eine Krawatte, das andere Mal verlor er öffentlich eine Wette. Nun muss er berechtigter Weise mit einer Auslieferung an die Russen rechnen. Kambodscha dient Kriminellen auch weiterhin nicht als Unterschlupf. Gegen sie wird von Amts wegen vorgegangen.

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.