Drogen in Kambodscha auf dem Vormarch

Auch in Kambodscha sind die Drogen auf dem Vormarch. Der Handel und Konsum im Land selber nahm drastisch zu, wie der Amtsleiter der NACD  (Antidrogenbehörde) verlauten ließ. Dabei spielen große Gewinne einbringende Lieferungen in das benachbarte Ausland eine entscheidende Rolle. Aber auch der Markt in Übersee wurde bereits erschlossen und mittlerweile mit Heroin und Haschisch beliefert. Die zuständigen Behörden sind hoffnungslos unterbesetzt und stehen dem Handel fast machtlos gegenüber.

 

Die Drogen-Schmuggler finden immer wieder neue Schlupflöcher nach Laos oder Thailand, wenn die alten von den Grenzbeamten in Kambodscha entdeckt und geschlossen wurden. Mittlerweile ist nicht nur das Goldene Dreieck (Thailand, Laos und Myanmar) ein Umschlagplatz für Drogen aller Art, sondern auch Lieferungen aus dem Iran, Pakistan und Afghanistan werden durch Kambodscha geschleust. Geschickt nutzen die Drogen- Schmuggler das personelle Defizit der Behörden aus. Ein weiterer Vorteil der Schmuggler ist die günstige Lage zu den Ländern, welche die Drogen anbauen, oder herstellen.

 

Befürworter der Drogen könnten nun anführen, dass Drogen gerade in der asiatischen Region über einen langen Zeitraum Tradition haben. Opium war sowohl in China, im Iran und in Laos vor circa 100 Jahren die Droge Nummer eins. Nicht vergessen sollten die “Drogen-Anhänger,” dass die Händler aus reiner Profitgier handeln. Die Kleindealer werben skrupellos neue “Kunden” an und machen naive Jugendliche abhängig von dem Stoff.

 

Der Gewinn aus dem Drogenhandel wurde ebenfalls oftmals dazu verwendet, um Kriege zu finanzieren. Erinnern wir uns nur an die Widerstandskämpfer in Afghanistan die den Gewinn aus Drogengeldern für den Kauf von Waffen verwendeten. Andernfalls hätten sie den Sowjets nicht so lange Paroli bieten können. Wie immer spielt auch bei den Drogengeschäften die Politik und die Wirtschaft eine tragende Rolle im Hintergrund. Die Korruption ist ein weiterer negativer Aspekt. Es ist kaum abzusehen welche Beamte in Kambodscha, bis hoch in die Politik auf der Gehaltsliste der Drogenbosse stehen. Bleibt zu hoffen, dass die Behörden mehr Personal erhalten um so die Drogen auf dem Vormarch effektiv zu stoppen.

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