Greueltaten der Khmer sollen Tourismus fördern

Jedes Mittel scheint recht zu sein, um Touristen nach Kambodscha zu holen. So stehen das Haus und das Grab des Führers der Roten-Khmer Pol-Pot Touristen zur Besichtigung zur Verfügung. Geschichtlich relevante Orte im Gebiet von Along Veng, in denen die Roten-Khmer einen Großteil ihrer Greueltaten begingen, sind ebenfalls zu besichtigen. Der Versuch von Kambodschanern diese Touristenattraktionen zu zerstören, wurde von den Behörden verhindert.

 

Along Veng ist etwa 300 Kilometer von Phnom Penh entfernt, dort waren die Roten-Khmer besonders präsent und sie kapitulierten erst 1998 vor den übermächtigen Regierungstruppen. Der dortige Dschungel bot reichlich Verstecke für die Roten-Khmer, von da aus organisierten sie einen Guerilla-Krieg.

 

Pol-Pot verstarb im Jahr 1998 unter mysteriösen Umständen, die Todesursache wurde bis heute nicht geklärt. Sein Haus und Grab haben sich für den Tourismus geöffnet. Auch die legendären Killing Fields “erfreuen” sich seit geraumer Zeit wachsender Beliebtheit bei den Touristen. Dort töteten die Roten-Khmer eine große Anzahl von Menschen völlig grundlos. Makaber ist, dass sich viele an diesen Orten des Grauens fotografieren lassen und scheinbar stolz darauf sind. Für die Kambodschaner haben sich diese Orte zu regelrechten Pilgerstätten entwickelt. Wenn die Urlauber aus geschichtlichem Interesse die Stätten aufsuchen würden, wäre nichts dagegen einzuwenden, aber es scheint reine Sensationslust zu sein.

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