Kambodscha – Die Seidenweberinnen

In Kambodscha wurde ein längst vergessenes, traditionelles Handwerk wieder zum Leben erweckt, die Seidenweberei und die Seidenspinnerei. Beide Arbeitsvorgänge werden in einer Werkstadt, in der Küstenstadt Siem-Reap ausgeführt. Etwa 400 Frauen sind dort als Seidenspinnerinnen und Seidenweberinnen tätig.

 

Ein Japaner zeichnet verantwortlich für die Wiederbelebung des uralten Handwerks der Seidenweberei in Kambodscha. Im Nationalmuseum in Bangkok, kam er zum ersten Mal mit dem kostbaren Werkstoff Seide in Berührung und war sofort fasziniert. Die Seide wird in seiner Werkstatt nach alten Anleitungen gesponnen und verwebt. Auch das Farben erfolgt mit Farben die nach alten Rezepturen hergestellt wurden. Die Seidenweberinnen, sind in der Lage, komplette Motive in das zu webende Produkt einzubringen. Der Japaner hatte Glück, das er in Kambodscha Frauen fand, die das Handwerk noch beherrschten und ihr Wissen an die junge Generation vermitteln konnten. So erhielt er nach und nach, immer mehr qualifizierte Seidenweberinnen.

 

Es war eine langwierige Arbeit, die alten Vorlagen, Muster und Rezepturen zur Herstellung der Farben zusammenzutragen. Aber es hat sich gelohnt. Die Produkte, welche die Seidenweberinnen herstellen, sind von hervorragender Qualität und überall begehrt. Wie die Kunst der traditionellen Tänze, hat auch die uralte Kunst der Seidenweberei überlebt. Seit dem Jahr 2000 fertigt der Japaner in Siem-Reap seine Seiden-Produkte. Alles ist 100 Prozent Handarbeit. Weiterhin werden junge Kambodschanerinnen in der Kunst der Seidenweberei ausgebildet, um den Fortbestand des Gewerbes zu garantieren. Die Frauen sind froh, eine gut bezahlte Arbeit zu haben, die ihnen zudem Freude macht.

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