Killing Fields verändern sich

Vergessen werden die Kambodschaner Pol Pot und die Roten Khmer sicherlich nie. Aber, der Krieg ist nicht mehr Thema Nummer eins und auch die Killing Fields verändern sich. Sicherlich werden die Killing Fields von einigen Touristen aus reiner Sensationslust aufgesucht. Andere sind wirklich an der Geschichte Kambodschas interessiert, versuchen zu begreifen, was damals geschah und wie die legendären Killing Fields entstanden.

 

Die Killing Fields verändern sich immer mehr zu einem Ort der Meditation, an dem die kambodschanischen Mönche ihre Gebete sprechen. Es entsteht leicht der Eindruck, als würden sie die Opfer des Krieges in ihre Gebete mit einschließen. Ansonsten kehrte der Alltag in den Killing Fields ein. Es herrscht ein geschäftiges Treiben und an den Essensständen können sich die “Köche” nicht über mangelnde Kundschaft beklagen. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Touristen in das Land und der Bevölkerung geht es, wenn auch nur langsam, wirtschaftlich besser.

 

Die Mönche in den Tempel-Anlagen sind stets freundlich zu den westlichen Besuchern. Der Eintritt ist Gratis, aber so manche kleine, freiwillige Spende wird gerne von den Mönchen angenommen. Nach wie vor betrachten Kambodschaner sowie Touristen die Killing Fields als eine Art Mahnmal. Aber sie verändern sich zu einer stillen, friedlichen Gedenkstätte.

 

Die Familienangehörigen der Opfer pilgern zu den Killing Fields und bitten die Mönche, ein Gebet für ihre ermordeten Angehörigen zu sprechen. Der Buddhismus lehrt, dass es den Verstorbenen in ihrem zweiten Leben besser ergeht. Um dies zu erbitten, werden Räucherstäbchen angezündet und Opfer in Form von Lebensmitteln dargebracht. Diese Opfer sind symbolisch zu verstehen. Sie werden am Nachmittag unter den Mönchen aufgeteilt, denen es verboten ist am Vormittag Nahrung zu sich zu nehmen. Sie finanzieren sich wie überall in Asien durch betteln. Die Killing Fields verändern sich also zum positiven, obwohl die Vergangenheit durch die vielen Opfer die dort ruhen noch immer allgegenwärtig ist.

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