Natur wird weiterhin zerstört

Obwohl Natur- und Umweltschützer ihr möglichstes tun, wird die Natur in Kambodscha weiterhin zerstört. Durch Aufklärung über die Folgen wollen die zahlreichen Organisationen dies erreichen. Die Bevölkerung soll sensibilisiert werden. Aber die Macht des Geldes ist stärker. Wilderer dezimieren den Tierbestand. Durch illegale Abholzung wird der Lebensraum der Tiere zerstört, sie sterben aus. Korrupte Beamte und Behörden decken diese Aktionen und halten die Hand auf. Die Folgen für die Natur und die Menschen der jeweiligen Regionen interessieren die Übeltäter in keinster Weise.

 

Der Waldbestand in Kambodscha wurde in den letzten Jahrzehnten drastisch reduziert. Holz ist ein teurer Rohstoff, bring bei einem Verkauf gutes Geld. Erst vor wenigen Jahren entdeckte Tierarten sehen dem Aussterben entgegen. Besonders betroffen sind die Gebiete entlang des Mekong. Bis zum Jahr 2030 wird damit gerechnet, dass nur noch 14 Prozent der Waldregion den darin lebenden Tieren ein artgerechtes Leben garantiert. Behörden vergeben bedenkenlos Lizenzen an Plantagenbesitzer, die neue Pflanzungen anlegen möchten. Auch Bergwerksunternehmen stehen Schlange, um eine der begehrten Lizenzen zu erhalten. Die Beamten kassieren kräftig ab. Dadurch schreitet die Zerstörung der Natur unaufhaltsam fort, wenn keine entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden.

 

Das Staudamm-Projekt in Laos (Xayaburi-Staudamm) tut ein übriges. Der Lebensraum der Fische wird ebenfalls zerstört. Langfristig wird sogar damit gerechnet, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln nicht mehr gewährleistet ist. Vorwürfe müssen sich auch die Landwirte gefallen lassen. Sie legen Bewässerungsgräben an, um ihre Reisfelder optimal zu nutzen. Dadurch wurden die umliegenden Areale zu nutzlosem Buschland. Der leichtfertige Einsatz von Pestiziden ist auch nicht von der Hand zu weisen. Aus den Fehlern von Vietnam und Thailand lernten die Kambodschaner nicht. Da sind große Flächen Nutzland auf Jahre oder teilweise gar auf Dauer unbrauchbar geworden.

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