Neue Sehenswürdigkeit in Kambodscha?

Dank der Modernen Technik war es möglich, endlich die geheimnisumwitterte Stadt Mahendraparvata aufzuspüren. Von Archäologen wurde schon seit geraumer Zeit angenommen, dass es in der Umgebung von Angkor weitere Orte und Siedlungen gab. Sollte die nun entdeckte Stadt Mahendraparvata freigelegt und restauriert werden, wäre Kambodscha um eine weitere Sehenswürdigkeit reicher. Mit herkömmlichen Mitteln war die Entdeckung auf Grund des schwierigen Geländes bisher so gut wie unmöglich. Die gesamte Region ist von dichtem Dschungel eingeschlossen, und nur Tempel-Anlagen wurden zu jener Zeit aus Stein erbaut. Allerdings ließ einiges in dem Gelände erkennen, dass dort einmal Strassen, Kanäle und Häuser existierten.

Die Laser-Technik machte es möglich

Die Archäologen setzten Moderne Laser Scanner ein, um die neue Sehenswürdigkeit aufzuspüren. Das neue Laser-System nennt sich Lidar und schickt aus der Luft (Hubschrauber) Lichtimpulse auf die Erde. Diese Impulse erfassen die Bodenstruktur und machen deutlich was sich unter der Erde verbirgt. Die Bepflanzung der Erdoberfläche wird durch das System nicht registriert, es tastet nur die Erde ab. Die wirkliche Größe von Angkor wurde auch über viele Jahre unterschätzt. Die Laser-Technik brachte zu Tage: Angkor Wat nahm eine Fläche von 35 Quadratkilometern ein, nicht wie bisher vermutet neun Quadratkilometer. Alle hoffen, möglichst schnell mit den Ausgrabungen beginnen zu können, um die Sehenswürdigkeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wassermangel wurde Mahendraparvata zum Verhängnis

Die Stadt Mahendraparvata entwickelte sich langsam innerhalb von 300 Jahren. Bereits im 13. Jahrhundert war sie eine architektonische Meisterleistung. Sie verfügte über Strassen und eine Moderne Bewässerungsanlage. Diese gewährleistete, dass die Bewohner auch während der heißen Trockenzeit mit Wasser versorgt wurden. Die Khmer waren in späteren Jahren nicht mehr in der Lage, das komplizierte Bewässerungssystem Instand zuhalten. Es verfiel immer mehr, die Folge war Wassermangel. Außerdem legten sie mehr Ackerflächen an, dafür mussten sie den dichten Dschungel roden. Folglich benötigten sie mehr Wasser. Das leitete das Ende der Stadt Mahendraparvata ein. Ab dem 14, Jahrhundert mussten die Khmer gegen lange Dürreperioden ankämpfen. Die Stadt war durch den Wassermangel zum Untergang verdammt. Diese neue, historische Sehenswürdigkeit muss der Nachwelt erhalten bleiben. Den Wissenschaftlern eröffnet der Fund sicherlich neue Erkenntnisse über das Leben in der Region von Angkor.

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