Noch immer liegen Bomben in den Flüssen

Auch heute noch liegen unzählige Bomben in den Flüssen Kambodschas. Selbst der von vielen Urlaubern gerne besuchte Tonle Sap ist davon betroffen. Im Jahr 2011 wurden etwa 90 000 Bomben von Spezialisten entschärft. Oft mit den primitivsten Tauchausrüstungen wird versucht die in den Flüssen liegenden Bomben zu bergen, zu entschärfen und endgültig zu vernichten. Nicht nur die USA werfen Bomben über Kambodscha ab, auch die Roten Khmer nutzten sie, verminten ganze Landstriche und Flüsse.

 

Während des Krieges versenkte Schiffe beinhalten noch Tonnenweise Bomben, die bisher nicht aus den Flüssen geborgen werden konnten. Immer noch sind diverse ausländische Hilfsorganisationen damit beschäftigt, die Tod bringenden Bomben zu bergen und zu entschärfen. Jährlich sterben Menschen, oder werden bei der Explosion der traurigen Überreste des Krieges schwer verletzt. Oft müssen ihnen Gliedmassen amputiert werden. Die Regierung ist bestrebt, die Minen und Bomben schnellstmöglich aus den Flüssen zu bergen. Waffenhändler und anderes zwielichtige Gesindel wittern das große Geschäft. Selbst Schrotthändler nehmen die Gefahr aus Profitgier in Kauf, in den Flüssen nach Bomben zu tauchen. Beim entfernen der Zünder und des Sprengstoffs kam manch einer von ihnen ums Leben. Sie verkaufen das Metallgehäuse und mit dem Sprengstoff wird gefischt. Obwohl dies auch in Kambodscha schon längst verboten ist.

 

Ohne die Mithilfe der internationalen Hilfsorganisationen, die Modernste Technik zum aufspüren der Bomben zur Verfügung stellen, stände Kambodscha diesem Problem ziemlich hilflos gegenüber. Metalldetektoren spüren die Bomben von der Wasseroberfläche aus auf. Die Taucher können die in den Flüssen liegenden Bomben orten, und Zielgenau danach Tauchen. Noch immer ist die Gefahr bei der Bergung sehr groß. Die Zünder können durch das lange liegen im Wasser korrodiert sein und schon durch eine geringe Erschütterung die Bombe zur Explosion bringen. Nach Einschätzung von Experten, wird es noch Jahre dauern, ehe auch die letzte Bombe aus den Flüssen geborgen wird.

 

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