Phnom Penh das Paris Asiens

Wahrscheinlich etwas überzogen, die kambodschanische Hauptstadt, Phnom Penh, als Paris Asiens zu bezeichnen. Verantwortlich dafür dürften die französischen Kolonialherren sein, die sich bekannterweise einer etwas blumigen Sprache bedienten. Unbestritten hinterließen die Franzosen prächtige, architektonisch wertvolle Bauten, als ihre Ära am Ende der 60 er Jahre ausklang. Auch die Musik in Kambodscha wurde stark durch sie beeinflusst.

 

Dann kam Pol Pot und aus war es mit der Pracht und Herrlichkeit. Das Paris Asiens wurde zerstört, es gab mehr Ruinen als intakte Bauwerke. Tradition und Kultur litten ebenfalls unter ihm, die bildenden Künstler wurden durch ihn und seine Schergen ohne mit der Wimper zu zucken umgebracht. Nach seiner Zeit wurde Kambodscha langsam aber sicher wieder aufgebaut. Ohne finanzielle Hilfe aus dem Ausland wäre so manches ehrgeizige Projekt gescheitert. Phnom Penh, das Paris Asiens, wartet mittlerweile wieder mit kunstvoll restaurierten Bauten aus der Kolonialzeit auf. Sehr zur Freude der zahlreichen Touristen, welche die Hauptstadt gerne besuchen.

 

Die bildenden Künstler befinden sich dank der Hilfe der Regierung auch wieder im Aufwind. Die Regierung genehmigte Programme, die eine Ausbildung der Künstler ermöglicht. Einige erlangten bereits außerhalb Kambodschas beachtliche Erfolge, können ihren Lebensunterhalt aus ihren Einnahmen finanzieren. Das Paris Asiens wie Phnom Penh von den Franzosen genannt wurde, mag übertrieben klingen, aber die Franzosen beeinflussten das spätere Kambodscha sowohl in seiner Kultur und der Denkweise der Menschen. Sie denken teilweise wie Europäer. Ungewöhnlich für Asiaten. Ihre Handlungsweise ist oft nicht nachvollziehbar.

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