Phnom Penh im Wandel

Kambodscha setzt auf den Kapitalismus. Vergessen sind die Zeiten unter Pol Pots Schreckensherrschaft, seiner ideologischen Idee des Kommunismus und seiner anderen wirren Vorstellungen von einem perfekten Kambodscha. Die Kambodschaner wollen Spaß, sich des Lebens erfreuen. Das macht sich besonders in der Hauptstadt Phnom Penh durch einen Wandel bemerkbar.

 

Vergnügungsviertel gab es schon immer in Phnom Penh, aber diese Viertel unterliegen einem Wandel, die Qualität wurde deutlich verbessert. Entlang der Uferpromenade des Tonle Sap gibt es unzählige Bars und Cafes. Ein neues Highlight ist das Boutique Hotel Blue-Lime, in einer kleinen Gasse hinter dem Nationalmuseum gelegen. Von außen sieht es recht bescheiden aus und ein Schild am Eingang tut kund, dass Sex Touristen nicht willkommen sind. Der luxuriöse Pool ist von zahlreichen Palmen umgeben, schafft ein tropisches Ambiente. Hier können Touristen nach der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten oder nach einer ausgedehnten Shopping Tour den Abend ausklingen lassen.

 

Der Wandel in Phnom Penh geht rasch vonstatten. Die Rue Pasteur ist die Party Meile schlechthin. Dort treffen sich Kambodschaner, Touristen und Expats gleichermaßen. Gute Musik, ein kühles Bier und ein Plausch sind die gemeinsamen Nenner. Der etwas anrüchige Nightclub Heart of Darknes, in dem alle Gesellschaftsschichten verkehren, ist bekannt für seine hübschen Mädchen. Rund um den Nightclub entstand das Rotlichtviertel in Phnom Penh. Die Wallabout Bar hat praktisch 24 Stunden geöffnet und ist eine der ältesten der Hauptstadt. Phnom Penh im Wandel, das entdeckten auch die großen Hotelketten und investieren in fünf Sterne Anlagen. Bisher wurden Unterkünfte durchweg von kleineren Hotels und Gästehäusern angeboten.

 

In der Nähe der Uferpromenade Sisowath-Quai wurde ein neuer Nachtmarkt geschaffen, nicht weit entfernt befindet sich das Mao’s. Das Mao’s ist voll im Trend, hier treffen sich Touristen, Kambodschaner und Angestellte diverser Botschaften. An den Wänden befinden sich Bilder Mao’s, Werbeplakate für Whisky und Wodka. Die “Verehrung” für Mao verwundert etwas, trug China doch viel zur Unterstützung der Roten Khmer und Pol Pots bei. Aber ganz Asien ist bekanntlich voller Widersprüche. In Phnom Penh spüren die Touristen deutlich den Einfluss der Franzosen und der chinesischen Einwanderer. Trotz des Wandels wurde dieses Flair zum Glück erhalten.

 

Das Durchschnittsalter der Kambodschaner liegt bei etwa 23 Jahren, verständlich dass sie voller Lebensfreude sind, das Leben in vollen Zügen genießen wollen. Es ist Party angesagt, das kommt auch den Touristen durch die vielen Neuerungen zugute. Eine riesige Shopping Mall befindet sich im Bau, in der es alles geben wird was das Herz begehrt. Phnom Penh im Wandel ist eine gelungene Mischung aus Alt und Neu.

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