Phnom Penh

Phnom Penh ist die Hauptstadt Kambodschas, zwei Millionen Menschen leben in ihr, sie liegt an dem Fluss Tonle Sap. Für die meisten Urlauber ist sie die erste Anlaufstelle im Reich der Khmer, da sie hier auf dem Flughafen ankommen und einige Tage in der quirligen Stadt verbringen. Entgegen vieler anderer Darstellungen ist Phnom Penh relativ sicher, falls sie eine gewisse Vorsicht walten lassen.

 

Phnom Penh hat ein faszinierendes Flair, da die Sanierung nur langsam fortschreitet, machen ganze Stadtviertel einen verfallenen Eindruck. Der Straßenverkehr grenzt an ein Chaos, Verkehrsregeln scheint es nicht zu geben. Der architektonische Einfluss der Franzosen lässt sich nicht leugnen, macht Phnom Penh zu etwas besonderen. Früher nannten es einige das Paris Asiens.

 

Auch in Phnom Penh hinterließen die Roten Khmer ihre Spuren. Phnom Penh wurde 1975 von ihnen erobert und schwer beschädigt. Wie schon erwähnt, deportierten sie die Menschen auf das Land und setzten sie zur Zwangsarbeit ein. Nach den Roten Khmer kamen die Vietnamesen ins Land. Gelder, die für den Wiederaufbau bestimmt waren, wurden von den vietnamesischen Besatzern in die eigene Tasche gesteckt. Die Zeiten besserten sich, als die UNO 1992 in das Geschehen eingriff und die schon lange benötigten Devisen in das Land brachte. Restaurants, Bars, Hotels und private Unterkünfte wurden in kürzester Zeit erbaut, oder die alten Gebäude endlich saniert.

 

Das Nachtleben ist einmalig, wird aber durch die Barszene bestimmt, in der tausende Mädchen aus den ländlichen Regionen tätig sind. Selbstverständlich existieren auch “Musik Pubs” einer der bekanntesten ist das Cathouse Tavern. Die Musik kommt nicht aus der Retorte, sondern die Bands liefern Live Music mit einer guten Show. Phnom Penh bei Nacht ist ein Erlebnis.

 

Sehenswürdigkeiten gibt es reichlich. Das Völkermordmuseum Toul Sleng war vorher die Toul Svay High School, die Roten Khmer folterten in ihr viele Menschen zu Tode. Da wäre noch das Unabhängigkeitsdenkmal, nicht sehr interessant und der Russen Markt, auf dem es alle möglichen und unmöglichen Dinge zu kaufen gibt.

 

Der Königliche Palast ist nur zu einem kleinen Teil für die Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben, ob ein Besuch lohnt, sollte jeder für sich selber entscheiden. Wie auch in Kampot gibt es ein Französisches Viertel, recht sehenswert und das Nationalmuseum. Das Wat Phnom, der angeblich der Stadt einen Teil ihres Namens gab, soll älter sein als sie selbst. In Phnom Penh unterhält die Heinrich Böll Stiftung ein Büro, fördert Projekte die der Bevölkerung zugute kommen.

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