Schutz der Kinder in Kambodscha

Die kambodschanische Grenzstadt Poipet entwickelte sich im Laufe der letzten 20 Jahre zu einem regelrechten Markt für Menschenhandel. Jungen und Mädchen werden von dort an skrupellose Geschäftemacher in Thailand verkauft. In Thailand sind sie billige Arbeitskräfte, betteln, oder verkaufen in den Nachtstunden irgendwelchen Nippes an die Touristen in Pattaya. Einige Hilfsorganisationen versuchen den Schutz der Kinder zu verbessern, stoßen bei den zuständigen Stellen oft auf taube Ohren.

 

Greift die Polizei in Thailand die Kinder auf, werden sie abgeschoben. Nicht selten kaum wieder in Kambodscha verkaufen die “Seelenverkäufer” sie erneut. Ihr Leidensweg beginnt von vorne. Die Armut der Familien treibt diese dazu ihre eigenen Kinder zu verkaufen, genau wissend, dass sie in der Prostitution enden. Ihr Hunger ist grösser als die Moral. Die Kinder wissen nicht wie ihnen geschieht, vertrauen den Eltern. Poipet ist eine der schlimmsten Grenzstädte in Kambodscha. Tagelöhner schleppen schwere Lasten für kleines Geld. Kinder zwischen 10 und 15 Jahren betteln die Touristen an, versuchen deren Mitleid zu wecken. Von den Geschäftemachern werden sie wie Sklaven gehalten, wenn sie Glück haben, bekommen sie drei Mahlzeiten am Tag. Einen Schutz für die Kinder von der kambodschanischen Regierung gibt es so gut wie nicht.

 

Die kambodschanischen Familien sind auf den Verdienst der Kinder angewiesen. Oft verdienen diese mehr als die Erwachsenen. Entfliehen können sie ihrer Situation nicht, darauf achten ihre “Arbeitgeber” peinlich genau. Die Kinder sind ihr Kapital. Die meisten von ihnen haben nur ein oder zwei Jahre Schulbildung genossen, keine Chance einen normalen Beruf zu ergreifen. Dieses Leben macht sie auf Dauer krank und sie stumpfen vollkommen ab. Es ist dringend erforderlich, dass die kambodschanische Regierung Maßnahmen zum Schutz der Kinder ergreift.

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