Touristen gefährden Angkor weiterhin

In der Hauptsaison kann sich die Tempel-Anlage Angkor Wat vor Besuchern kaum retten. Nach wie vor ist Angkor für Touristen die Hauptattraktion in Kambodscha. Jährlich besuchen fast zwei Millionen Besucher das Weltkulturerbe. Es wurde festgestellt, dass gerade die Urlauber, welche die Kassen klingeln lassen, das Kulturdenkmal langsam aber sicher zerstören. Dieses Phänomen tritt mittlerweile weltweit auf. Umwelteinflüsse, Vandalismus und der Massentourismus zerstören zahlreiche, geschützte Denkmäler. Außerdem kommen die Sehenswürdigkeiten trotz aufwendiger Restauration in die Jahre. Umweltbelastungen und der dramatische Klimawechsel lassen die Bauwerke wieder verfallen.

 

Nicht nur Angkor, sondern die gesamte Region wird von Urlaubern gerne aufgesucht. Das herrliche Dschungelgebiet rund um die Anlage sucht seinesgleichen. Um in Angkor wirklich alles gesehen zu haben, sind einige Tage nötig. Nur die wenigsten nehmen sich die Zeit dafür.

 

Die Zerstörung durch Menschen begann schon früh. Die Franzosen fällten aus Unwissenheit Bäume in Tempel-Nähe. Die Sonne heizt die Steine auf und nach heftigen Niederschlägen werden diese abrupt abgekühlt. Im Laufe der Zeit werden die Steinblöcke porös und zerbröckeln. Auch bei der Restauration der Ruinen von Angkor wurden Fehler eingestanden. Die Gebäude wurden mit verschmutztem Wasser gereinigt, so entstand ein idealer Nährboden für Bakterien und Algen jeglicher Art. Dadurch erhielten die Gebäude in  Angkor ihre schwarze Färbung. Touristen wissen nur wenig über die Gefährdung der Tempel. Sie sehen nur die Gesamtheit der Anlage, Details interessieren sie wenig.

 

Heute gefährden Touristen Angkor durch ihr unüberlegtes Verhalten. Bitte nicht berühren Schilder werden nicht beachtet. Backpacker mit ihren Rucksäcken drängeln sich an anderen Besuchern vorbei und ecken mit dem Gepäck an Säulen oder kostbaren Reliefs an. Beim Begehen der Anlage wird der eh schon bröckelnde Sandstein mit Trekking-Stiefeln weiter geschädigt. Zahlreiche Stufen sind zerstört worden, für die Nachwelt auf immer verloren und mussten mit Holz verkleidet werden. Auch hier gibt es Hinweisschilder: Bitte nicht betreten, unbegehbar. Diese werden ignoriert! Es wurden schon diverse Maßnahmen ergriffen, um den Touristenmagneten Angkor zu schützen. In den späten Nachmittagsstunden wurden die Besucherzahlen eingeschränkt. Die Urlauber möchten den Sonnenuntergang in einem Tempel erleben und erscheinen besonders zahlreich. Um Angkor nicht weiterhin zu gefährden, sollten Urlauber sich ein wenig rücksichtsvoller verhalten, damit auch die nächste Generation dieses einmalige Bauwerk noch bewundern kann.

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