Tuol Sleng Museum

1979 wurde das Tuol Sleng Museum in Phnom Penh eröffnet, dies geschah, nachdem die Vietnamesen in Kambodscha einmarschierten. Vorher wurden alle Inhaftierten hingerichtet, vermutlich um Spuren zu verwischen und etwaige Zeugen aus der Welt zu schaffen, die die Khmer-Rouge belasten konnten. Allerdings fanden sich zahlreiche Hinweise auf die dort begangenen Folterungen, die viele Menschen nicht überlebten.

 

Es gab nur wenige überlebende Zeitzeugen in Tuol Sleng darunter befand sich der Maler Vann Nath. Seine zahlreichen Bilder sind in dem Museum ausgestellt. Diese drücken aus, wie er persönlich seine Inhaftierung empfunden hat. Es klingt makaber, aber die Wärter machten tausende Fotos der Gefangenen, welche zeigen, wie sie von ihren Folterknechten misshandelt wurden. Auch diese Fotos sind in dem Museum ausgestellt und nichts für zart besaitete.

 

Bis 2002 befand sich dort eine aus Totenschädeln angefertigte Landkarte, ein weiterer Beweis für die begangenen Greueltaten der Roten-Khmer. Diese wurde von dem Museum Tuol Sleng in den Königspalast von Phnom Penh überführt. Zum Teil wurden die Schädel inzwischen ordnungsgemäß bestattet.

 

Leider fehlt es auch hier wieder an Geld um das Museum optimal zu unterhalten und zu sanieren, obwohl es 2009 von der UNESCO zum Memory of the World erklärt wurde. Der Staat hat kein Geld, gespendet wird nur selten und somit ist das Gebäude dem langsamen Verfall preisgegeben.

 

Um Denkmäler und historische Gebäude zu erhalten bemüht sich die Regierung neuerdings um Privatleute, welche eventuell bereit wären sich an der Sanierung zu beteiligen. Ihnen werden Steuervergünstigungen versprochen, sowie Unterstützung ihrer Unternehmen bei anfallenden Problemen. Bleibt zu hoffen, dass sich einige bereit finden diesen Plan zu unterstützen, um diese Geschichtsträchtigen Bauten wäre es schade.

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