Wer schön sein will, muss weiß sein

Asiaten, also auch die Kambodschaner, haben andere Schönheitsideale als Europäer. Bei uns gilt Bräune als schick, vermittelt ein Gefühl von Schönheit und Gesundheit. Wer in Asien schön sein will, muss weiß sein. Asiaten haben meist einen etwas dunkleren Teint. Das kommt von der Arbeit im Freien, welche die meisten Einwohner nach wie vor verrichten. Da für sie weiß Schönheit bedeutet, tun sie fast alles um diese zu erlangen. Ein gefundenes Fressen für die Kosmetikindustrie. Sie macht Millionen Umsätze mit Weiß-Machern. Ob sie wirken, ist zweifelhaft.

 

Dunkelhäutige Menschen werden in Kambodscha abgewertet. Ihnen wird angesehen, dass sie niedere Arbeiten auf den Feldern verrichten. Wer in Büros arbeitet, ist weiß, gilt als schön und ist privilegiert. In Europa wurde vor Jahren auch von der vornehmen Blässe gesprochen. Auf Götterbildern sind die Gesichter der Gottheiten in Kambodscha stets weiß abgebildet. Ein Ideal für die ungebildete Bevölkerung. Die meisten können sich die teure Kosmetika nicht leisten, verschulden sich wegen des Kaufs. Wer schön sein will, zahlt den Preis ohne nachzudenken. Wer einen besser bezahlten Job haben möchte, muss weiß sein, da er sonst wegen seiner niederen Herkunft nicht angenommen wird. Kambodschaner machen sich keine Gedanken über die gesundheitlichen Risiken der Weiß-Macher.

 

Indien zog schon vor längerer Zeit die Konsequenzen, verbot die Werbung eines Herstellers. Zu Recht, wie viele finden. Es ist diskriminierend, dass jemand weiß sein muss, um einen besseren Posten zu bekleiden, oder von der übrigen Gesellschaft akzeptiert zu werden. Es ist nichts dagegen einzuwenden, das jemand schön sein will, aber das sollte nicht zu einem neurotischen Zwang werden.

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