Geschichte Kambodschas

Das fruchtbare Mekong Delta  wurde bereits im 4.  Jahrhundert von Cham, Funanesen und den Khmer besiedelt. Das hinduistische Funan Königreich wurde ab dem 6. Jahrhundert durch das Chenka Königreich übernommen. Kriege und Unruhen spalteten es etwa 250 Jahre später in zwei Teile. Die Seemacht Javas hinderte es permanent an einer freien Entwicklung. Jayavarman II wurde 802 zum König ernannt, unter seiner Regierung wurde das Khmer Reich unabhängig von Java. Hauptstadt der Khmer war Angkor, erst später wurde Angkor Wat erbaut, die Khmer befanden sich auf dem Gipfel der Macht. Zu dieser Zeit gehörten Teile Siams, Vietnams und Laos zu Kambodscha. Der schwunghafte Handel mit Indien sowie China gedieh und im 12. Jahrhundert hatte Angkor eine Million Einwohner, war somit die grösste Stadt der Welt. Im 9. Jahrhundert änderte sich der Glaube vom Hinduismus zum Buddhismus.

Thailand eroberte 1353 Kambodscha, Phnom Penh wurde Hauptstadt. Das Khmer Reich zerfiel und ab 1840 regierten Thailand und Vietnam das Land gemeinsam. 1859 erschienen die Franzosen auf dem Plan, das Land wurde französisches Protektorat. Ihren Einfluss spürt man noch heute überall. Mit der Wirtschaft ging es aufwärts. Dieses Bündnis hielt bis 1945, König Sihanouk kündigte sämtliche Verträge mit den Franzosen. Ruhiger wurde es deshalb nicht im Land. Die Süd Vietnamesen griffen Dörfer an und durch die Hilfe der USA, gelang es, König Sihanouk zu stürzen. Er ging nach China in das Exil.

Amerika bombardierte Kambodscha zwischen 1969 und 1973 gnadenlos, um die Versorgung nach Nord Vietnam mit Lebensmitteln und Waffen zu unterbinden. Die genaue Zahl der Todesopfer wurde nie ermittelt. Noch heute sind Minen Räumkommandos unterwegs, um das gefährliche Erbe zu entschärfen.

Die Roten Khmer und der grausame Krieg

Die grausame Zeit der Roten Khmer und Pol Pots begann. 1925 wurden die Bewohner Phnom Penhs in die ländlichen Gebiete deportiert , mussten Zwangsarbeiten verrichten. Pol Pots erklärtes Ziel war es, die Intelligenz des Landes, Beamte, Lehrer, Ärzte und so weiter zu eliminieren. Religion und Geld wurden abgeschafft, persönliches Eigentum verboten. Nach vorsichtigen Schätzungen verloren drei Millionen Menschen innerhalb von vier Jahren ihr Leben durch Folter oder Krankheiten.

König Sihanouk kehrte 1993 nach Kambodscha zurück, es wurde wieder zur Monarchie. Wirtschaftlich geht es nur langsam aufwärts, da es an ausländischen Investoren die Vertrauen in das Land haben fehlt. Splittergruppen der Roten Khmer sollen sich noch in den Dschungelgebieten versteckt halten, manchmal kleinere Dörfer überfallen

In den letzten Jahren gewinnt der Tourismus in Kambodscha immer mehr an Bedeutung. Bevorzugt besuchen die Urlauber die quirlige Hauptstadt Phnom Penh, die antike Tempel Anlage Angkor Wat, Siem Reap und das für seine schönen Strände bekannte Sihanoukville. Das innere des Landes hat noch weit mehr zu bieten. So gut wie unberührten Dschungel, ausgedehnte Reisfelder, Obst- und Gemüseplantagen. Die Dorfbevölkerung gibt sich den Touristen gegenüber aufgeschlossen und freundlich. Leider wirkt sich der Geldsegen durch den Tourismus nicht positiv für die arme Bevölkerung aus. Das Geld machen die Touristikunternehmen, die Khmer werden für niedrige  Tätigkeiten eingesetzt. Laut Pressemitteilungen verschwindet ein Großteil des Geldes in dunkle Kanäle.